Stadthallen-Hotel beschlossen – 29m höher als die Stadthalle

Info aus dem Gea und SWP vom 17.05.2018:

Mit großer Mehrheit verabschiedet: das Parkhotel

  • 50m hoch, 15 Stockwerke (bisher geplant 21m wie Stadthalle)
  • 175 Zimmern im Hotelturm, Tiefgarage mit 98 Plätzen
  • 48 Räumen in Boarding- und Service-Appartementhaus
  • Hausbrauerei nebst Außengastronomie mit 200 Plätzen
  • +100% Grundfläche!
    • Grundfläche Plan neu ca. 50x50m = 2.500qm [mit JVA Innenhof, eigene Anmerkung]
    • Grundfläche Plan 31.03.2016 ca. 20x60m = 1.200qm

reutlingen parkhotelPlan Parkhotel alt

Plan 2016: Fläche     1.200 qm (ca 60m x 20m)
Plan 2018: Fläche     2.500 qm (ca 50m x 50m)        +100%

Plan 2016: Volumen 25.300 m3 (ca 1.200qm x 21m)
Plan 2018: Volumen 70.200 m3 (ca 50x50x21 + 25x25x29 m3)     +200%

Die Entscheidung war eindeutig.

  • 32 Stadträte stimmten für das Parkhotel Reutlingen (CDU, SPD, FDP, FWV und Linker Liste)
  • 4 Enthaltungen aus Reihen der Grünen
  • 2 Gegenstimmen (Grüne + WIR)

„Wir haben einen Investor gefunden, der das Hotel auch selbst betreibt. Das spricht für nachhaltige Qualität“, sagte die Erste Bürgermeisterin Ulrike Hotz. Auch ihr sei nicht verborgen geblieben, dass die Architektur des Hotels durchaus kontrovers in der Öffentlichkeit diskutiert werde. [miteinander reden statt übereinander!]

FDP Regine Vohrer: sprach von einem „sehr fairen Vertrag“

FWV Jürgen Fuchs: der Turm werde stadtgestalterisch einen hervorragenden Kontrapunkt zum neuen GWG-Gebäude und zum Tübinger Tor setzen.

CDU Andreas vom Scheidt:  „das, was jetzt als Vorschlag auf dem Tisch liegt, weitgehend das, was wir uns gewünscht haben.“ Außengastronomie, Tiefgarage mit 98 Plätzen und die Chance, mehr mehrtägige Veranstaltungen in die Stadthalle zu holen.

SPD Helmut Treutlein ist der „jetzt vorliegende Vertrag ein Gewinn für beide Seiten – für die Stadt und den Betreiber“

WiR: „Städtebaulich halten wir diese Planung für eine Katastrophe“, kritisierte Prof. Jürgen Straub. Der WiR-Fraktionschef befürchtet, das neue Bauwerk mit seiner „einfallslosen Fassade“ werde die Stadthalle aus bestimmten Sichtbeziehungen „totschlagen“. Zudem hat Straub die Sorge, dass das Hotel beispielsweise bei Tagungen als Konkurrenz zur Stadthalle auftreten könnte. Zudem hätten, betonte er weiter, die „massive Bebauung und die weitere Verdichtung negative Auswirkungen aufs Klima“. Eine Aussage, die von der Stadtverwaltung bestritten wird!!

Holger Bergmann (Grüne) sieht mögliche Einschränkungen für eine zukünftige Haltestelle der Regionalstadtbahn. Der Erbbauzins von 1,14 Mio Euro sei eine Subvention für das Hotel.

 

Was ist Ihre Meinung?

Wer gewinnt bei diesem Spiel?         +100% Grundfläche         +200% Volumen

Ist das jetzt das durch Bürgerentscheid abgelehnte Kultur und Kongress Zentrum?

Bleibt da noch etwas übrig von einem „Bürgerpark“?

Teilen Sie Ihre Meinung im Kommentarfeld mit uns.

 

Foto1: Max Dudler im GEA und SWP

Foto2: Plan vom 31.03.2016

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