Buskonzept 2019 blockiert HauptRouten des Masterplan-Radverkehr

Gartenstraße mit Listplatz werden Zentraler Busknoten

Aus dem Gea vom 29.09.2018:

Beschluss des Gemeinderates am Donnerstag: Große Zustimmung (bei sieben Enthaltungen).

Wesentliche Veränderungen in der Gartenstraße:

  • Baumaßnahmen in Höhe von 3,6 Millionen Euro.
  • Bis Ende August 2019 soll die Umwandlung perfekt sein.
  • Gehwege und Fahrbahnen werden verbreitert
  • 95 Parkplätze fallen dazu auf der linken Seite weg, umliegende Parkhäuser sollen kompensieren
  • Auf Höhe Galeria Kaufhof und C&A sowie des Planiekinos werden Bushaltestellen eingerichtet.
  • Um mehr schwergewichtige Busse verkraften zu können, muss die Fahrbahn neu aufgebaut werden.
  • Die Gartenstraße soll also nach wie vor Geschäftsstraße bleiben.
  • Den Grundstock für »eine einseitige Allee« legt die Stadt, es werden erstmal 11 Bäume pflanzt.
  • 2 wichtige RadRouten aus dem Masterplan-Radverkehr werden verbaut und blockiert!

FWV Jürgen Fuchs: »Besser als nix«. Führung der Regionalstadtbahn bleibt offen.

SPD Helmut Treutlein: »Wir verbauen uns an der Stelle nichts«. Für ihn sei die Frage, »ob die Gartenstraße all das leisten kann, was wir wollen. Ich habe da Zutrauen in Ihre Fachkompetenz (Richtung Stadtverwaltung)

CDU Rainer Löffler wertet es als »den bislang größten Schritt hin zum Mobilitätswandel«. Wichtig sei, den Individualverkehr und den Einzelhandel nicht aus dem Blick zu verlieren: »Nicht jeder fährt Bus oder Rad.«

Grüne Holger Bergmann sagt Ja und nein zu den Plänen: »Für den Busverkehr ist der Umbau gut und dringend, für den Radverkehr schlecht.« Eine zentrale Fahrradachse werde durch die neue Bustrasse blockiert.[2 werden blockiert] »In der Summe enthalten wir uns«

WIR Sven Fischer sah das Vorhaben kritisch. Als Oststadtbewohner werde er sich bei der Abstimmung enthalten, weil er eine Abtrennung der Oststadt befürchte: »Wie sollen Fußgänger und Radler künftig die Stadtmitte erreichen?

FDP Hagen Kluck »Es geht um viel Geld. Das muss jetzt klappen, damit uns diese Millionen aus dem sonst so geizigen Berlin nicht flöten gehen«, mahnte er. Die Umgestaltung der Gartenstraße ist mit bis zu 95 Prozent förderfähig.

[eigene Anmerkung:]

Öffentlicher Nahverkehr, mehr Busse, kürzere Fahrzeiten, das wäre super.

Das sind ganz viele Linien, die in der Gartenstraße ihr Schleifen drehen. (ich denke an NO2 und PM10)

 

Aber warum verbaut man die HauptRouten des Masterplan Radverkehr?

1) Die Planie (heute u.a. wichtige SchülerRoute zur Querung der Oststadt) endet in einer Bushaltestelle!

Sogar die heutige Notlösung, der Rote Radweg(rote Linie), wird eliminiert . So in den orginal Plänen der Stadt Reutlingen dargestellt. -> Sorry, leider keine Durchfahrt!

Planie MP-Radverkehr

2) Die Metzgerstraße als ideale innerstädtische RadRoute endet an der Karlstrasse in einer Bushaltestelle!

In 2017 demonstrierten 160, in 2018 247 Radfahrer für ein durchgängiges Netz von Fahrradwegen.

Wieso benötigt es 3 Bushaltestellen? Hätten es 2 nicht auch getan?

Metzgersrasse Radwege

 

Beide Puntke wurden mehrfach von Gemeinderäten und auch von mir bei Herr Dvorak, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, angesprochen.

Beide Punkte sind mit etwas Kompromisfähigkeit einfach zu lösen.

Wieso das Drama?

Was ist Ihre Meinung?

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